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Ihre Seiten machen Lust auf das Internet

Bremer Informationsgesellschaft wird heute auf der CeBIT mit hochrangigem Design-Preis ausgezeichnet

Bremen. Man darf das Internet nicht allein den Informatikern überlassen, fanden Anfang der 90er Jahre einige Studierende der Bremer Hochschule für Künste und taten sich in der Entwicklungsgruppe Coinn zusammen. Daraus gründete ein harter Kern von sechs Leuten vor zwei Jahren eine eigene Firma, die Informationsgesellschaft.

Jetzt sitzen in der Bornstraße schon 13 Angestellte und ihr Vorsatz, Gestaltung und Funktionalität für Internetauftritte optimal zu verknüpfen, wird heute auf der CeBIT mit der Verleihung des IF Design awards belohnt. Den erhalten sie für die Gestaltung ihrer eigenen homepage (www.informationsgesellschaft.com). Vom Wirtschaftssenator wurde die Informationsgesellschaft ebenfalls für ihre eigen Seite und den Internet-Auftritt der bremer online services GmbH (bos, www.bremer-online-service.de) für den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagen, der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie ausgeschrieben wird.

„Wir sind in einer schwierigen Zeit gegen den Trend der Branche gewachsen“, sagt Geschäftsführer Jörg Engster. Gefragt nach besonderen Merkmalen des Unternehmens, sagt der 30-Jährige, der auch als Dozent an der Hochschule für Künste tätig ist: „Wir haben unseren Idealismus bewahrt.“ Was vor allem heißt: Spaß an der Arbeit, Teamgeist, sich einlassen auf die unterschiedlichen Anliegen der Kunden, zu denen technikorientierte Firmen wie Astrium gehören, aber auch die Bremer Kammerphilharmonie oder die Vereingten Informationssysteme Tierhaltung in Verden.

Die bunte Zusammensetzung der jungen Belegschaft, die vor allem aus Informatikern und Webdesignern besteht, garantiert, dass jeder Kunde einen Ansprechpartner findet, der zu ihm passt, sagt Projekt Managerin Nicole Buchholz, die unter anderem am Anspruch eines „barrierefreien“ Zugangs für alle Produkte der Informationsgesellschaft werkelt. Das bedeutet, dass die Internetseiten so aufgebaut werden, dass auch Blinde oder Menschen mit eingeschränkter Motorik mit spezieller Software und Zusatzgeräten komfortabel im Internet surfen können. Natürlich setzt sie sich dafür auch mit dem Blindenverein zusammen, damit wirklich die Interessen der Nutzer berücksichtigt werden.

Die Kunden wissen dieses Engagement zu schätzen. „Wir bekommen unsere Aufträge hauptsächlich durch Empfehlungen“, sagt Engster. Auf dieser Basis wollen sie weiter wachsen und noch in diesem Jahr die Belegschaft weiter aufstocken.

Annemarie Struß-von Poellnitz

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