Die europäische Kommission prämiert das Internet-Angebot der Stadt Bremen als vorbildlich Brüssel - Das Internet-Angebot der Stadt Bremen ist von der EU-Kommission als Vorbild für andere europäische Städte gewürdigt worden. Die elektronischen Behördendienste der Hansestadt seien für die Bürger leicht durchschaubar und hätten einen hohen Nutzen, teilte die EU-Kommission in Brüssel mit.
Das Bremer Projekt ist eines von insgesamt 60 Online-Verwaltungsdiensten, die die EU-Experten bei einem Wettbewerb auswählten. Beworben hatten sich mehr als 280 lokale und regionale Verwaltungen aus Europa und den USA.
Auf den Internet-Seiten der Bremer Verwaltung unter www.bremer-online-service.de können Bürger zum Beispiel ihr Auto ummelden oder Urkunden des Standesamtes Bremen-Mitte anfordern. Insgesamt würden 70 verschiedene Behördengänge online angeboten, berichtete die Kommission. Die Experten lobten vor allem die Anwendung der elektronischen Signatur und die Zahlungsweise.
Neben der Website der Bremer Verwaltung wurde auch das Internet-Angebot der Düsseldorfer Landeszentrale für Politische Bildung ausgezeichnet. Nach Ansicht der EU- Kommission sei die Webiste ein Vorbild für Europa. Die Online-Seiten für junge Wähler unter www.16plus.de seien jugendgerecht und spannend gemacht, teilte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel mit.
Mit Musik, Spielen und Animation werde bei den Jugendlichen das politische Interesse geweckt. Die prämierten Seiten waren zu den Kommunalwahlen 1999 an Jungwähler gerichtet.
Die 60 Gewinner werden Ende November auf einer Konferenz mit dem Namen eGovernment in Brüssel einem größeren Publikum vorgestellt. Dort werde gezeigt, wie gut funktionierende Online-Anwendungen aussehen könnten. Die Kommission unterstütze diese Pilotprojekte, weil interaktive Verwaltungen den Bürgern ihre Behörden näher bringen würden, sagte EU-Kommissar Erkki Liikanen. Mit der Prämierung ist keine finanzielle Hilfe verbunden. |