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Bohrmaschine fürs Nasenpiercing

MISS TECHNIK Bremen hat Witz und Selbstironie

Bremen. Auf der zart grünlichen Buttercremetorte liegen Werkzeuge aus Schokolade. Aber Yasemin und Ayca sind noch zu aufgeregt, um sich auf Buttercremetorte und Schokoladenwerkzeuge konzentrieren zu können.
Gerade sind die beiden 17-jährigen Schülerinnen zur „MISS TECHNIK Bremen 2003“ ernannt worden. „Starke Mädels“ hatten sich die Freundinnen als Namen für ihr Team zugelegt und sich gegen 18 andere Gruppen durchgesetzt.

Die Bremer Bildungsgesellschaft LernMIT (Lernen mit neuen Medien), eine Kooperation des Bremer Senators für Bildung und der Bertelsmannstiftung, hat sich von einer ähnlichen Wahl in Nordrhein-Westfalen inspirieren lassen und zum ersten Mal für Bremen diesen Wettbewerb veranstaltet, der sich an Schülerinnen der siebten bis neunten Klassen richtete.
Und zwar galt es, ein Team zu bilden und als solches verschiedene Tests, die alle mit modernen Medien in Zusammenhang standen, erfolgreich zu absolvieren. Anschließend musste noch zu einem Rap-Song ein multimedialer Spot – ähnlich einem Werbefilm – erstellt werden.
Hierbei half als Sponsor „die InformationsGesellschaftmbH“. In deren Räumen freuten sich nun Yasemin und Ayca, beide sind noch nicht ganz zwei Jahre in Deutschland. Der Wettbewerb habe ihnen großen Spaß gemacht, erklären sie unisono und die strahlenden Gesichter und ihr Film bezeugen dies.

Yasemin will eigentlich gar nicht in einen technischen Beruf gehen, sondern Arzthelferin oder Krankenschwester werden. Ayca möchte Industriemechanikerin werden oder studieren.
Für den Titel „MISS TECHNIK“ wurde nicht nur das abgefragte theoretische und praktische Wissen und die kleine Abschlussarbeit gewertet, sondern auch die Art und Weise, wie die Mädchen ihre Aufgaben lösten, zusammen arbeiteten und welche Ideen sie zur Umsetzung hatten.
Yasemin und Ayca hatten nicht nur sichtlich Spaß beim Drehtermin zum Thema Mädchen und Technik, sie hatten auch witzige, selbstironische Ideen. Sie zeigten sich jeweils mit einem typischen Mädchengerät in der einen Hand und hantierten dazu mit der anderen mit einem Werkzeug.
Yasemin guckt sich zunächst neugierig eine Bohrmaschine an und scheint so gar nicht zu wissen, wofür sie sie benutzen kann. Naiv setzt sie sich die Maschine an die Schläfe und probiert sie aus – im Film versteht sich. Dann kommt die andere Freundin ins Bild und weiß wozu eine Bohrmaschine gut ist: Sie versucht sich ein Loch für ein Nasenpiercing damit zu bohren. Ayca hält einen Schminkspiegel und misst mit einer Schieblehre ihre Ohren aus, um die passende Stelle für ein Ohrloch zu finden.

Sowohl Ayca als auch Yasemin haben zu Hause keinen Computer, können aber in ihrer Schule (Koblenzer Straße) Computer benutzen. „Wir lernen, wenn wir mal eine Freistunde haben, Deutsch“, erklärt Yasemin auf die Frage, wozu sie Computer benutze.

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